NÖ Klimakompass
Der NÖ Klimakompass dient als Wegweiser für Gemeinden für den nachhaltigen Klimaschutz. Die gesetzten Maßnahmen werden eingetragen und verglichen.
Das Land Niederösterreich verfolgt ambitionierte Klimaschutzziele, die alle Gemeinden bis 2030 erreichen sollen. Damit sie ihre Maßnahmen gezielt planen und den Fortschritt laufend überprüfen können, wurde der Klimakompass entwickelt. Das Online-Tool steht allen niederösterreichischen Gemeinden kostenlos zur Verfügung, macht die Klimaziele 2030 messbar und zeigt den Weg zu mehr Klimaschutz und einer erfolgreichen Energiewende.
Der Klimakompass wertet statistische Daten und die Eingaben der Gemeinden in Echtzeit aus. So erkennen Gemeinden auf einen Blick, wie weit sie ihre Klimaziele bereits erreicht haben und in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig macht das Tool sichtbar, wie konsequent Gemeinden den Klimaschutz und die Energiewende vorantreiben.
Eine wirksame Klimapolitik umfasst sowohl den Klimaschutz als auch die Klimawandelanpassung. Beide Bereiche ergänzen einander und sind wichtige Bestandteile einer klimafitten Gemeindeentwicklung.
Niederösterreichs Ziele für Klimaschutz und Anpassung
Sechs ambitionierte Ziele zeichnen den Weg für Niederösterreichs Gemeinden in das Jahr 2030. Sie gliedern sich in die Bereiche
- Photovoltaikleistung: Je nach Bevölkerungszahl setzt die Gemeinde 3 kWp pro Person (< 5.000 Einwohnerinnen & Einwohner), 2 kWp (5.000–10.000) oder 1 kWp (> 10.000) um.
- Förderung der E-Mobilität: 100 % der Fahrzeuge (PKW und kleine Nutzfahrzeuge) im Gemeinde-Fuhrpark sind klimafreundlich, also e-Fahrzeuge oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge.
- Beteiligung an „Raus aus Öl und Gas“: Alle gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen werden öl- und gasfrei beheizt.
- Reduzierung des Wärmverbrauchs: Der Wärmeverbrauch aller öffentlicher Gemeindegebäude liegt bei max. 50 kWh pro m2 und Jahr.
- Optimierung der Straßenbeleuchtung: 100 % der Straßenbeleuchtung ist auf LED umgestellt.
- Anpassungsmaßnahmen: Durch biodiversitätsfördernde, klimaangepasste Gestaltung öffentlicher Grünflächen, einen sparsamen Umgang mit Wasser und Boden sowie eine gezielte Klimaanpassungsstrategie werden Punkte gesammelt. Bonuspunkte gibt es für die Ermittlung von Biodiversitätsflächen. Ziel ist es, insgesamt 100 Punkte zu erreichen.

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Amtsleiterinnen und Amtsleiter, Energie- und Umweltgemeinderätinnen und -räte, Energiebeauftragte und e5-Teamleiterinnen und -leiter sind befugt die Daten ihrer Gemeinde in den Klimakompass einzugeben.
Der Klimakompass zeigt auf einen Blick, welches Zwischenziel eine Gemeinde im aktuellen Jahr erreichen soll und welcher Zielwert bis 2030 angestrebt wird. Sobald neue Daten eingetragen werden, aktualisieren sich die Balken automatisch. So lässt sich der Fortschritt beim Klimaschutz und auf dem Weg zu den Klimazielen jederzeit nachvollziehen.
Klimaziel 6: Berechnungstool Biodiversitätsflächen
Dieses Klimaanpassungsziel unterstützt Gemeinden dabei, naturbasierte Maßnahmen im öffentlichen Raum umzusetzen – sowohl innerhalb des Ortsgebiets als auch außerhalb. Dazu gehören unter anderem klimaresilient gestaltete Grünflächen sowie der Erhalt und die Schaffung von Biodiversitätsflächen im Eigentum oder Zuständigkeitsbereich der Gemeinden.
Eine übersichtliche Tabelle erleichtert die Bestandsaufnahme. Zunächst erfassen die Gemeinden ihre öffentlichen Flächen, anschließend den Anteil der bestehenden Biodiversitätsflächen. So erhalten sie einen klaren Überblick über den aktuellen Stand und können gezielt weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Förderung der Biodiversität planen.
Hier können Sie die Biodiversitätsfläche berechnen (Excel-Tabelle, 102 KB).